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Theaterwochenende 2018





Liebe Frust & Schwiegermütter

Es war wieder einmal so weit: die Theatergruppe des Musikvereins Unterweissach zeigte dem Publikum in der Gemeindehalle Unterweissach auch in diesem Jahr wieder einmal, was sie können.

Bernd ?Obi? Oberneder hat auch bei der Auswahl des Stückes wie gewohnt voll ins Schwarze getroffen. ?Liebe, Frust und Schwiegermütter? beinhaltet genau das, was der Titel verspricht. Ein sich liebendes Ehepaar, das jedoch mit den Jahren ein wenig frustriert vom Alltag ist. Dazu kommt eine Schwiegermutter, die alles noch ein wenig mehr durcheinanderbringt. Doch das ist natürlich noch nicht alles. Nur eines sei schon an dieser Stelle verraten: eine Leiche gibt es in diesem Jahr ausnahmsweise einmal nicht.

Die beiden Hauptakteure des Stückes, Willi und Gisela Eiermann, überzeugend und mit einer großen Ladung Humor versehen gespielt von Thomas Kusch und Eva Kühnert, sind seit beinahe 25 Jahren verheiratet und so langsam bemerken die Beide: der Alltag hat schon längst Einzug gehalten in ihre Ehe. Nachdem jeder einmal beim anderen seiner Unzufriedenheit Luft gemacht hat und die Beiden ihre Ehe schon beinahe am Ende sehen, suchen sie Rat bei ihren jeweiligen Freunden. Die frisch geschiedene Waltraut, gespielt von Brigitte Pfauser, steht Gisela mit Rat und Tat zur Seite. Doch auch ihr Ex-Ehemann Paul, gespielt von Thomas Kleeh, der in dieser Rolle erneut zu Höchstform auflaufen konnte, mischt munter mit und versucht, seinem Freund Willi Alternativen zum Ehe-Alltag aufzuzeigen.

Dass jedoch beide Parteien unabhängig voneinander auf die gleiche Idee kommen, vereinfacht das Ganze nicht unbedingt. Sowohl Gisela als auch Willi schalten eine Partneranzeige im Internet und so nimmt das Unheil seinen Lauf. Denn nicht nur Giselas Mutter Ilse, wunderbar umgesetzt von Karin Tonhäuser, steht auf einmal vor der Tür, auch Lolita, ein ?heißer Feger?, deren Qualitäten scheinbar nicht unbedingt im Denken liegen, anzüglich-naiv gespielt von Karin Häußer, und ein sehr attraktiver Mann namens Günther, gespielt von Dieter Tonhäuser, der mit seiner Interpretation dieser Figur wieder einmal für viele Lacher sorgte, überraschen und überfordern die Eiermanns.
Wer nun denkt, dies sei für Komik und Chaos genug Stoff, der hat noch nicht mit den beiden Missionaren gerechnet, welche versuchen, die Botschaft des ?Erleuchteten? unter die Menschen zu bringen: Raschdi Wuschni und Rudschi Wischni, gespielt vom Vater-Tochter-Duo Bernd und Viola Oberneder. Für Willi scheint das Auftauchen dieser beiden Gestalten die ideale Gelegenheit, seine ungeliebte Schwiegermutter wenigstens für eine Weile loszuwerden.

Ein rasantes Tür-auf-Tür-zu-Versteckspiel inklusiver vieler Verwechslungen und Verwirrungen beginnt, aus dem der ein oder andere nicht ganz unbeschadet wieder herauskommt. Sei es Günther, der die Tür ein wenig zu oft an den Kopf bekommt, oder der Einbrecher Ede, gespielt von Marcel Rupp, der sich selbst für den Einbruch straft, indem er eine Kostprobe von Ilses Kochkünsten nimmt?
Doch wie das Leben so spielt, am Ende kommt alles anders als gedacht und so viel sei verraten: beim Ehepaar Eiermann ist pünktlich zur Silberhochzeit wieder alles in bester Ordnung.

Dass die Theateraufführungen zu einem solchen Erfolg werden konnten, ist natürlich nicht nur den Schauspielern, sondern auch allen anderen Mitwirkenden zu verdanken. Stellvertretend sind hier besonders zu erwähnen: Bärbel Lack, die als Regisseurin das Stück mit viel Geduld mit den Schauspielern eingeübt und als Souffleuse in so manchen Situationen aus der Patsche geholfen hat, Klaus Müller, dem Mann hinter der Technik, Reinhard Pfauser für den Bau der Kulissen, Heiko Pfauser und Tanja Hamprecht für die Organisation des Bewirtungsteam und die große Auswahl an Kuchen am Sonntag und Michael Kurz für viele tolle Bilder der diesjährigen Aufführung sowie allen anderen, die ihren Teil zum Gelingen beigetragen haben.